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Yeeeeeeeeeeeehhhhhaaaaaaaaaaa! 

Ich freue mich, euch auf meiner Homepage begrüssen zu dürfen.
Damit Ihr ein bisschen etwas über mich erfahrt, werde ich hier eine kleine Biografie zum Besten geben.

Mein Name ist Fidux (keine Ahnung, wie mein Züchter auf diesen Namen gekommen ist *tsss) und ich habe am 10. Februar 2000 in Nordrhein-Westfalen das Licht der Welt erblickt. Mein Papa, ist der leider viel zu früh verstorbene aber hochgeschätzte Fidermark, der selber bis zur GP-Reife gefördert wurde. Von ihm habe ich auch meinen tollen Trab geerbt. (Download Stammbaum)

Ich bin kein einfaches Pferd und eher der dominantere Typ, darum wurde ich vermutlich auch einige male hin und her geschoben. Ausserdem hatte ich schon längere Zeit einen Taktfehler, der von meinen Hinterbeinen gekommen war, was mir zwischenzeitlich auch ziemliche Schmerzen bereitet hatte.

Am 18. März 2008 sollte sich mein Leben dann aber schlagartig ändern.
Meine vorherigen Besitzer wollten mich verkaufen. Ich stand damals noch in Österreich. Es kamen viele komische Leute, die auf mir reiten wollten.
Als erstes sass ein Mädchen Namens Melanie auf meinem Rücken.
Sie war super nervös und weiss wie ein Leintuch *hehehe. Ich war dann einfach so gemütlich vor mich hin gelatscht, meine Birne hatte ich schön in der Luft und ich fand alles ziemlich easy. Melanie war ein nettes Mädchen. Dann kam ein anderes Mädchen, welches als erstes über meinen Sattel gemeckert hatte. Der erste Eindruck war ja schon mal super. Dann schwang sie sich also auf meinen Rücken und es ging los. Die ganze Zeit am klemmen und reissen und das ertrag ich nun mal gar nicht, also suchte ich ein Grund mich zu erschrecken und fand auch einen *hihihi. Ich nahm einen grossen Satz und sie flog in hohem Bogen in den Dreck. Natürlich wollte mich dann niemand mehr Probereiten.....bis auf Eine!!! Oh, dachte ich... die sieht gefährlich aus! Ihr Name war Jessica und sie war die Schwester der kleinen, süssen Melanie. Sie stieg auf und oha, sie lobte mich als Erstes, so unter dem Motto „Gut gemacht mein Junge“. Also trottete ich so vor mich hin ohne mich dagegen zu wehren. Sie ritt mich und es machte mir grosse Mühe ihren Anforderungen zu entsprechen. Irgendwie wusste ich, dass ich zu dieser Familie gehöre. Sie waren alle sehr begeistert von mir aber ich denke, dass vor allem Jessica die treibende Kraft zum Kaufentscheid war. Auf jeden Fall stand ich schon vier Tage später in Frankreich in einem Pensionsstall bei meiner neuen Familie.

Fortan sorgte meine neue Familie für mich. Ich wurde sogar richtig verwöhnt, allerdings nutzte ich es damals schamlos aus. Ich war oft bockig mit Melanie, die eigentlich meine offizielle Besitzerin ist. Wir zickten uns regelmässig an und kamen nicht wirklich vorwärts. Mit Jessica lief es mal gut, mal weniger, allerdings muss ich zu meiner Verteidigung sagen, dass ich teilweise wieder Schmerzen in den Hinterbeinen hatte, die mich störten.
Es waren viele Tierärzte wegen diesem Problem da und diese sagten immer, dass ich nichts hätte.  Meine Familie musste das ja glauben, schliesslich sind sie auch keine Tierärzte und ich kann ich die Menschensprache leider  nicht..

Im Mai 2009 hat mich Melanie dann in Vollberitt gegeben. Ich zog also von Frankreich nach Efringen-Kirchen (Deutschland) in den Stall Wiesengrund um. Als ich dort ankam erfreute ich mich zuerst ab der tollen Infrastruktur.
Wow, das ist doch mal ein Stall, dachte ich mir: riesengrosse Boxen, super Weiden, eine geniale Halle mit neuem Boden und ein klasse Dressurviereck. Ja, hier lässt es sich leben, dachte ich, ohne zu wissen was da noch auf mich zukommen sollte.

Meiner Familie fiel bald mal auf, dass etwas mit meinen Hinterbeinen nicht in Ordnung war und rief den Tierarzt Dr. Onderka an.

Er ist ein netter Mensch aber trotzdem ein Tierarzt! So musste ich in die Klinik zum Röntgen. Der Befund war nicht eindeutig, also wurde am nächsten Tag eine Arthroskopie veranlasst.
Da sollte sich dann zeigen, dass ich an einer sogenannten Gelenkglatze litt, was nichts Anderes bedeutet als eine Abnutzung der Gelenkknorpel.
Es gab nur die eine Behandlungsmethode: Die IRAP-Therapie.
Was das genau ist, wird unter dem IRAP-Therapie Button erläutert.

Ich durfte anschliessend wieder nach Hause, musste aber vier Wochen komplett in der Box stehen und wurde nur zum Putzen rausgenommen. Mann, war ich sauer damals und dann kam noch jede Woche dieser Tierarzt und spritzte mir diese IRAP-Therapie ins Gelenk. Nach diesen vier Wochen durfte ich wenigstens auf die Weide.

Dann kam eine 6-monatige Odyssee, welche nur aus spazieren gehen und Weide bestand. Hier muss ich mal ein Dankeschön an Melanie aussprechen, die fast jeden Tag mit mir spazieren gegangen ist und mich so gut versorgt hat in dieser Zeit der Ungewissheit, da man noch nicht wusste ob die Therapie angeschlagen hatte oder alles für die Katz war.

Der 15. Oktober 2009 war Stichtag. Der Tierarzt kam und ich musste an die Longe. Jessica hat mich vorlongiert. Meine Familie stand auch in der Halle. Ich trabte los und sah wie alle ein Lächeln auf dem Gesicht hatten, ich war zwar ein wenig steif aber es sah gut aus und ich fühlte mich wohl.

Juhu, ich durfte endlich wieder geritten werden, vier Wochen lang nur Schritt danach sechs Wochen Schritt und Trab und ab da durfte ich wieder arbeiten. Und was soll ich sagen, mir geht es besser als je zuvor und ich kann meinen schwungvollen Trab so richtig laufen lassen ohne Schmerzen zu haben.

Am 1. April 2010 zogen wir in eine Paddockbox nach Kandern-Tannenkirch um, wo ich nun neben meinem jüngeren Kumpel Lexxington, welcher auch zur Familie gehört, wohnen darf.

Bis anhin hält alles, aber nur die Zukunft wird zeigen, ob es für immer halten mag mit meinen Hinterbeinen. Dennoch weiss ich, dass mich meine Familie sehr lieb hat und mich bestimmt nie mehr weiterverkaufen wird, egal was passiert und da bin ich sehr froh darüber.

 

Liebe Grüsse Fidux

 
© by www.fidux.ch